Moderation Frank Schürch, energie-cluster · Keynote Tesla · Paneldiskussion und Apéro
Der Nachmittag gehörte den neun Pfaden, jeder in seinem eigenen Raum. Um 18 Uhr öffnete sich das Haus fürs breite Publikum, und alles kam in einen einzigen Raum zurück: drei Minuten pro Pfad, der Film, den vier Studierende am selben Tag geschnitten haben, die Keynote von Tesla — und eine Diskussion, in der der schärfste Satz nicht von Technik handelte, sondern davon, dass draussen niemand zuhört.
Durch den Abend führte Frank Schürch, Geschäftsleitung des energie-cluster. Er eröffnet mit der Ansage, wie viel Zeit da ist: «Jetzt habt ihr irgendein Apéro gehabt, es ist aber nur das Apéro vor dem nächsten Apéro gewesen. Wir haben jetzt zusammen eine Stunde» — für alles, was neun Pfade an einem Nachmittag hervorgebracht haben.
Sein Bild für das Energiesystem ist eine Maschine mit vielen Zahnrädchen, die zusammenpassen müssen, sonst läuft sie nicht:
«Vor 20, 30 Jahren hatten wir einfach drei, vier grosse Zahnrädchen. Die Energie ist eben von dort oben runtergeflossen. […] Und wir haben uns einfach darauf verlassen, dass die Energie kommt. Sie ist aber auch zuverlässig gekommen. Jederzeit.»Frank Schürch, energie-cluster
Das Zeichen […] in einem Zitat steht für eine Kürzung von uns — nicht für eine Pause des Sprechers.
Drei Befunde legt er dazu. Die Zahl der negativen Strompreise im Sommer hat zugenommen und wird weiter zunehmen — «das ist mal eine Tatsache». Die grosse Herausforderung sei wenig Strom im Winter, also brauche es saisonale Speicherung. Und drittens: Viele dächten immer noch, der Strom komme weiterhin für sechs Rappen. «Aber das ist nicht die Zukunft.»
Dann rechnet er mit dem Saal. Wenn die Autos bidirektional ausgerüstet sind, lädt man tagsüber und lebt abends aus dieser Batterie — Mikrowelle, Kochherd, Abendessen. Wie lange reicht sie für einen Vierpersonenhaushalt? Aus dem Publikum kommen zwei Tage, fünf Tage, zwei Wochen. «Ja, die kommt langsam her, ja, ist gut.»
Sein Rat geht gegen den Reflex: nicht schnell handeln, sich die nötige Zeit nehmen, die richtigen Fachleute beiziehen — und nicht nur für morgen rechnen. Denn die Frage, an der sich eine Investition messen soll, ist eine andere:
«Was will ich — und das ist ganz wichtig — was will ich meinen Kindern übergeben?»Frank Schürch, energie-cluster
«Kurze Pitches, drei Minuten je.» Den Anfang macht E-Netze mit Edgar Bisig von der IBC, und der Ton ist sofort ungemütlich: Man müsse vorwärtsmachen, alle zusammen, und digitalisieren — aber:
«Wir können das Netz aus meiner Sicht — und das ist eine persönliche Sicht — nicht ausbauen aufs Maximum. Das dürfen wir nicht machen, weil das kostet Unmengen an Geld.»Edgar Bisig, IBC Energie Wasser Chur AG
Das ist derselbe Gedanke, den er am Nachmittag ausführlicher hatte, auf drei Minuten eingedampft: Was im Energieteil des Strompreises klug aussieht, taucht im Netzteil als Rechnung wieder auf — und irgendwann ist sie nicht mehr zahlbar.
Für E-Effizienz sprach Dr. Andreas Boller von EcoSolve.Energy — und er hält sich als Einziger wörtlich an die Auflage des Tages, auch das Misslingen zu zeigen. Zuerst der Beleg: «Auf vier Pilot Assets, die wir gemonitort haben, konnten wir beweisen, dass unser System funktioniert. Und was ich heute bei der Vorbereitung festgestellt habe: Sie haben unsere Empfehlung tatsächlich angenommen.» Dann die andere Hälfte:
«Was ganz klar nicht funktioniert: wenn das Top-Management sagt, ja, wir können schon messen, aber verändern werden wir nichts. Wir brauchen bei jedem Projekt einen Energie-Champion, der sagt: Ich möchte etwas lernen.»Dr. Andreas Boller, EcoSolve.Energy GmbH
Damit steht neben allen Anlagen des Tages eine Bedingung, die keine Technik ist: Messen ändert nichts, solange niemand im Haus etwas ändern will.
⭐ Und in denselben drei Minuten fällt der Satz, der am weitesten trägt. Er handelt davon, dass alle Anwesenden einander längst verstehen:
«Mein Problem, das ich im Moment sehe, ist, dass wir noch zu wenige Leute haben, die überhaupt ein Verständnis für Energie haben. Wir sind hier in einer wunderschönen Echo-Kammer. Wir verstehen einander. Was ich aber sehe, ist, dass wir nicht gut kommunizieren nach aussen […], dass die Leute nicht verstehen, was der Unterschied ist, ob der Kilowatt oder Kilowattstunde ist. […] Wenn wir es nicht schaffen, als Gruppe, die das Wissen trägt, das nach aussen zu tragen, dann haben wir den Fehler gemacht.»Dr. Andreas Boller, EcoSolve.Energy GmbH
Und er nimmt den Abend gleich mit hinein: Es sei sehr schön, dass ein paar Studentinnen und Studenten gekommen seien und sagten, sie helfen beim Kommunizieren.
Für E-Produktion sprach Clemens Bolli von der Axpo — und sagte den Satz, den man sich von diesem Abend merkt:
«Gegenwind kenne ich. Heute habe ich das Gegenteil vom Gegenwind erlebt, nämlich viel Rückenwind in dieser Community für Wind, und das hat mich sehr gefreut. Das nehme ich mit nach Hause und nehme ich mit für unsere weiteren Windenergieprojekte.»Clemens Bolli, Axpo Services AG
Dazu die Grössenordnung: heute rund eine Terawattstunde Windstrom im Jahr in der Schweiz, möglich wären zehn — «das wäre ein Sechstel des Stromverbrauchs der Schweiz».
Für E-Speicher sprach Jenni Energietechnik, das Haus für thermische Speicher — und der Pitch führt genau an die Nahtstelle, an der ein Wärmespeicher überhaupt erst Sinn ergibt:
Sein Anliegen: dass Stromseite und Wärmeseite miteinander reden. Man sei viel mit den Energiewerken im Gespräch, und dort redeten Wärmesparte und Stromsparte aneinander vorbei — sie sässen mit dem Rücken zueinander. Im Idealfall sei man früh im Projekt zusammen.
Diese Stelle geben wir sinngemäss wieder — der Ton ist hier zu unsicher für einen Wortlaut. Der Inhalt ist über drei aufeinanderfolgende Aufnahmen hinweg derselbe.
Für E-Mobility sprach Domenic Denoth von Helion. Von seinem Pitch ist auf den Aufnahmen nichts Zusammenhängendes erhalten — inhaltlich sagte er hier im Wesentlichen dasselbe wie am Interview-Punkt: dass das Publikum an diesem Tag aus Fachleuten und Privaten bestand und er vor allem die Gespräche mitnimmt.
Für Automatisierung & Robotics sprach Prof. Dr. Tobias Leutenegger von der Fachhochschule Graubünden — und er gibt zuerst die Zahl seines Mitmachers weiter — und zwar mit Vorbehalt: «Ich habe heute, das habe ich auch nicht gewusst, gehört vom Geschäftsführer, dass die Stadt Chur — ich glaube — 89 Prozent der elektrischen Energie mit der Lampe gespart hat.»
⭐ So stand die Zahl an jenem Abend im Raum. Rico Kramer von esave — der Geschäftsführer, von dem sie stammt — hat sie beim Gegenlesen dieser Dokumentation selbst nach unten korrigiert: rund 80 Prozent. Und sie kommt nicht von der Lampe allein, sondern von smarten Lichtpunkten nach Bedarf. Das Zitat bleibt trotzdem so stehen, wie es gefallen ist — der Weg einer Zahl gehört zu ihr.
Dann die Überlegung, die Leutenegger als Hochschule beisteuert und sonst niemand:
«Zwei Jahre später bekommst du das gleiche System für 15 Franken, und es braucht noch 0,3 Watt Leistung. […] Als Unternehmen wollen wir uns recht genau überlegen: Welche Technologie setze ich ein? Weil die braucht noch drei Jahre, bis sie auf dem Markt ist — und dann soll sie 15 Jahre auf dem Markt bleiben.»Prof. Dr. Tobias Leutenegger, FHGR — Institut für Photonics und Robotics
Für KI / AI fasste Christoph Bechstein von Zühlke zusammen, was sein Pfad gezeigt hatte: wie sich mit maschinellem Lernen und Computer Vision eine gleichmässigere Verbrennung erreichen lässt — ein glatteres Profil, weniger Schadstoffausstoss. Und wie über die Schweiz verteilte Solarsensoren erst den Istwert messen und daraus mit KI den Verlauf der solaren Produktion vorhersagen.
Beim autonomen Fahren wird Henning Frey deutlicher als am Nachmittag, und er weitet die Frage über sein Thema hinaus: «Autonomes Fahren wird den Lkw-Fahrer überflüssig machen, den Taxifahrer überflüssig machen. Auch die Bahn wird irgendwann autonom fahren. Der Einsatz von Robotik wird in der Produktion massive Auswirkungen haben. Und auch KI wird massive Auswirkungen haben.» Wenn nichts geschehe, «dann werden wir von den Amerikanern links und von den Chinesen rechts überholt». Und dann, über die eigene Zunft:
«Die grösste Gefahr bei KI — das sehe ich immer wieder selber —: Wer täglich damit zu tun hat, der ist natürlich auch der Gefahr ausgesetzt, dass er ihr zu sehr vertraut und sich zu einfach macht.»Henning Frey, Tesla Owners Switzerland
Das letzte Thema ist Wärme und Kälte. Martin Schrag beginnt mit einer Beobachtung über seinen eigenen Beruf: «Meine Branche ist so, es wird erst emotional, wenn es nicht mehr warm ist.» In diesem Sommer sei es umgekehrt gewesen — auf einmal werde es emotional, wenn es warm ist. Sein Satz dazu: «Öl und Gas sind nicht mehr in.» Und die Pointe, die auf Mehlis Anlage im selben Haus zurückweist: im Winter das Holz, Strom und Wärme zugleich; im Sommer der Strom für die Wärmepumpe — und dieselbe Wärmepumpe kühlt.
Nach den Pitches übergibt Schürch: «Jetzt ist die Fachhochschule dran. Ganz herzlichen Dank für die Impression von dem, der jetzt erzählt wurde. Und jetzt bin ich super gespannt.»
Was kam, war kein Vortrag, sondern ein Film — gedreht und geschnitten am selben Tag. Vier Studierende der Fachhochschule Graubünden waren den ganzen Nachmittag in den Räumen unterwegs: Alicia Gregorini, Fabienne Kaufmann, Davide Pagiusco und Milena Stadelmann. Und sie haben nicht nur mitgeschnitten. Abseits der Räume stand ein fester Interview-Punkt, betreut von Milena Stadelmann: eine Kamera, ein Ansteckmikrofon — und dahinter, als Hintergrund, das grüne Plakat «Der Handschlag von Chur». Dort wurde einzeln gefragt, immer dasselbe: Wer bist du? Was bringst du mit? Was nimmst du mit? Auf den Aufnahmen hört man die Regie mit: «Kannst du das — es wird alles zusammengeschnitten?»
Am Abend lief daraus ein Zusammenschnitt auf den beiden Bildschirmen, während die Crew im Saal stand und ihrem eigenen Film zusah. Es ist die sauberste Tonspur des ganzen Tages — in den Räumen und im Saal hat der Hall alles zugedeckt, vor dieser Wand nicht. Deshalb steht hier, was im Film gesagt wurde, wörtlich.
Für Swissgrid sagt Urs Ziegler in zwanzig Sekunden, worum es geht:
«Unser Ziel ist eine sichere Versorgung der Schweiz, bezahlbar für alle. Wir haben sehr viele Herausforderungen, weil wir im Moment das Stromsystem nicht nur in der Schweiz, sondern in ganz Europa umbauen. Und für uns ist ganz klar, das Stromabkommen hilft uns in sehr vielen Aspekten — und darum kämpfen wir auch für das Stromabkommen.»Urs Ziegler, Swissgrid AG
Edgar Bisig nennt für die IBC eine Jahrzahl, ohne Einschränkung:
«2040 ist unser ganz klares Ziel, sämtliche unsere Kunden CO2-neutral zu versorgen. Bis 2040, und das ist egal, in welchem Bereich — sei es in der Wärme oder im Strom.»Edgar Bisig, IBC Energie Wasser Chur AG
Henning Frey beantwortet die Frage, die ihm alle stellen, und verschiebt die Schuld weg von der Technik:
«Wann kommt autonomes Fahren? Und die ehrliche Antwort, die wirklich ehrliche, ist die: wenn unsere Behörden es endlich freigeben. Weil gehen tut es schon. Und es scheitert am Regularium. Wenn wir in den nächsten fünf Jahren nicht dahin kommen, dann haben uns die Chinesen und die Amerikaner gleichzeitig abgehängt. […] Ich brauche eine Lösung, die über ganz Europa geht.»Henning Frey, Tesla Owners Switzerland
Und Andreas Mehli — Hausherr des Energieparks Grischa, der als Haus den Pfad Wärme/Kälte trägt, und dort selbst der Präsentator — nennt das, was sonst niemand auf die Bühne gebracht hat: nicht eine Technik, sondern die Zeit.
«Eine Perspektive, die wir noch nicht abbilden, ist eigentlich das, wie lange man für gewisse Projekte hat bei uns in der Schweiz. Weil man Bewilligungsverfahren hat, Einsprachemöglichkeiten — und vor allem, wenn eine Einsprache ist, geht das alles viel zu lang. Und genau das ist eigentlich das Hauptthema von vielen Projekten.»Andreas Mehli, Energiepark Grischa
Dazu von ihm der Satz, der erklärt, warum der Tag überhaupt so gebaut war: «Ich finde es sehr spannend, mit diesen 18 Machern, die wir hier haben, denen eigentlich zuzuhören, diese zusammenzubringen — weil wir unsere Technologien, die wir zur Verfügung haben, intelligent nutzen müssen. Und das ist das, was ich mitnehme.»
Aus Pfad 1 kommen beide Häuser in einem einzigen Segment vor: Axpo mit dem hundertsten Windpark und dem Satz, Windenergie könne «einen wichtigen Bestandteil vom zukünftigen Strom in der Schweiz darstellen» — und direkt danach die Alp Curtginatsch, «eine der höchstgelegenen Milchkuhalpen von Graubünden», mit dem Ziel, den Ölverbrauch zu senken. Domenic Denoth von Helion — im Film nennt er sich selbst «Ko-Geschäftsführer vom Standort Ostschweiz» — gibt keine Firmenbotschaft, sondern einen Eindruck: «Es sind Fachleute dabei, es sind Private dabei, also ein ganz individuelles Publikum. […] Vielleicht entstehen auch neue Partnerschaften.»
Und dann der Fachexperte — so heisst im Forum die Person, die eine Perspektive mitbringt, für die es keinen Slot gibt; was sie im Interview beisteuert, heisst Fachstimme. Prof. Dr. Werner Hediger, Energieökonom, Vorstand der aeesuisse Graubünden, vormals Fachhochschule Graubünden — «jetzt im Unruhe-Stand, wie man so schön sagt» — kommt im Film mit einem Satz vor und formuliert im Rohinterview den schärfsten Einwand des Tages. Im Film steht von ihm die Frage, die den ganzen Tag trägt: «Wie bringt man die verschiedenen Perspektiven zusammen?» Ihm habe genau das gefehlt, sagt er — und fügt hinzu, das sei vom Konzept her bewusst so gewesen und vielleicht der nächste Schritt. Und dann sagt er, woran es scheitert:
«Kommunikation ist immer zweiseitig […] Die Aufbereitung jugendverträglich zu machen, reicht nicht, wenn die Leute die Information nicht aufnehmen wollen. Meine Erfahrung ist — und das habe ich heute zum Teil auch gesehen —: Wir haben ideologische Scheuklappen oder Ignoranz. Auf einen Punkt gebracht: Was ich nicht wissen will, werde ich nie verstehen.»Prof. Dr. Werner Hediger, aeesuisse Graubünden — Fachexperte, am Interview-Punkt
⭐ Das ist derselbe Befund, den Andreas Boller am Abend in seiner Zusammenfassung auf den Punkt bringt — die Echo-Kammer — nur von der anderen Seite: Dort geht es darum, dass wir nicht hinausreden. Hier darum, dass drinnen auch nicht jeder zuhören will.
Um 19:05 gehört der Abend Tesla. Das Haus war Ausstellerin am Forum und bestritt den Hauptteil des Abendprogramms; angekündigt war er als «Masterplan Part IV», gehalten von Andreas Loew.
Der Inhalt des Vortrags wird hier auf Wunsch des Referenten nicht wiedergegeben. Er hat der Veröffentlichung am 17.09.2026 widersprochen — die Gegenlesung ist genau dafür da.
Von 19:25 bis 20:00 diskutierten vier, seit dem 20. August so besetzt: Rico Lamprecht — Grossrat, Biobauer und ehemaliger Gemeindepräsident von Val Müstair, der im Grossen Rat gefragt hat, wie viel Energie in Bündner Gülle und Mist steckt —, Christ-Andri Hassler (Hassler Energia Alternativa, Zillis), Kevin Russi (Russi Energy Foundation und aeesuisse Sektion Graubünden) und Andreas Mehli (Energiepark Grischa). Zwei von ihnen hatten am Nachmittag selbst einen Pfad gestaltet und sprachen am Abend über das, was sie zuvor gezeigt hatten.
Aus der Runde ist eine Stimme sicher zuzuordnen: Rico Lamprecht erzählt als Grossrat ein aktuelles Beispiel aus dem Grossen Rat — das Thema, das in Graubünden alles andere überlagert, und er kündigt es selbst als zu gross an: «Ich habe gerade eine Frage, die nicht in dem Moment einfach zu beantworten ist, weil es ein grosses Thema ist. Der Grosse Rat der Bündner hat ja eine Wasserkraftstrategie entschieden, und darum ist ja auch die ganze Strategie vom Heimfall gefahren.» Die Aufnahme bricht mitten darin ab — aber der Einwurf sitzt: Wenn die Konzessionen an den Kanton zurückfallen, entscheidet sich dort mehr über die Bündner Stromzukunft als in den meisten Anlagen dieses Tages.
Die Lücke, die Andreas Boller in seiner Zusammenfassung benannt hatte, beschreibt Andreas Mehli von der anderen Seite — und er sagt gleich dazu, woran man sie schliesst. Nicht an einer Absichtserklärung, sondern an der Bestellung:
«Wir haben überall Ziele. Aber wir haben keinen Fahrplan. […] Und wenn ich die Ziele erreichen will, muss ich auch so einkaufen, dass das geht. Und das wird den Markt schaffen. […] Bietet CO2-neutrale Produkte an. Das wird kommen. Das wird in Ausschreibungen kommen. Das wird wichtig werden. Und wir schaffen auch mehr miteinander.»Andreas Mehli, Energiepark Grischa
Andreas Mehli nimmt am Ende nicht das Erreichte in die Hand, sondern das Format. Energie sei «stinklangweilig», wenn man sie im Schulzimmer vermittle; es brauche einen Ort, wo man das Zeug anfassen kann — «wir präsentieren das hier in den Stationen». Dass mancher nicht gekommen sei, erklärt er sich ohne Vorwurf: «Man kennt das Format nicht. Man weiss nicht, was da kommt. […] Nächstes Mal werden wir mehr da sein, ganz sicher.»
Dann das Praktische: Es kostet etwas, so ein Haus offen zu halten — «wir suchen Sponsoren». Und der Dank, der zwei Menschen namentlich nach vorn ruft: Joeri Gredig und Gina Parpan, dazu seine Familie und seine Leute, «die da alle krampfen und tun für das».
Danach schliesst der offizielle Teil, und es geht ins Apéro — «jetzt können wir uns zuerst einmal richtig in die Augen schauen». Bis 21 Uhr.
Viertens, seit dem 17.09.: Der Abschnitt zur Keynote gibt den Vortrag nicht wieder. Andreas Loew hat auf Anfrage mitgeteilt, dass Ton- und Bildmaterial nicht veröffentlicht werden dürfen, und um Verzicht gebeten. Das Programm bleibt genannt, der Inhalt nicht — so, wie er es wünscht.
Am Abend wurde vieles gesagt. Was daraus wird, steht auf einem anderen Blatt — buchstäblich: der Handschlag von Chur. Konkrete Zusagen, namentlich, im eigenen Wort; nicht feierlich unterschrieben, sondern unter Gleichen gegeben. Im August 2027 fragen wir nach, was daraus geworden ist.
34 Menschen haben am 26. August unterschrieben. Von acht wissen wir, was sie sich vorgenommen haben — die übrigen Zusagen stehen als Name da, ohne Satz. Wenn du an diesem Abend etwas zugesagt hast und es dort stehen sehen möchtest, genügt eine Zeile. Wer nichts zugesagt hat, kann es nachtragen.
Und der Satz von der Echo-Kammer hat eine Adresse: das nächste Forum am Mittwoch, 25. August 2027. Nach Mehlis eigener Erklärung kommt nicht, wer das Format nicht kennt — wer es kennt, kann jemanden mitbringen, der es noch nicht kennt.
Drei Runden, neun Pfade — wer dabei war, hat höchstens drei davon gesehen. Deshalb entsteht zu jedem eine Seite wie diese. Sie erscheinen nacheinander:
Das nächste Forum: Mittwoch, 25. August 2027, wieder im Energiepark Grischa. Vormerken → — das verpflichtet zu nichts.